Online-Shop selbst erstellen: Planung, Aufbau und Pflichten

Wie Sie einen Online-Shop selbst erstellen: wann ein kleiner Shop mit KI reicht, wann Shopify oder Shopware besser passen, wie Zahlungen über Stripe laufen und welche Pflichtangaben dazugehören.

25. Oktober 20263 Min. Lesezeit

Einen Online-Shop selbst erstellen geht auch ohne Agentur, wenn Sie vorher drei Dinge klären: was Sie verkaufen, wie die Ware zum Kunden kommt und wie bezahlt wird. Danach wählen Sie das Werkzeug. Für ein kleines Sortiment oder digitale Produkte reicht ein KI-Builder, der Ihnen eine Shop-Website baut, bei der Sie Zahlungen über Ihr eigenes Stripe-Konto annehmen. Für Hunderte Artikel mit Lagerverwaltung und Versandetiketten sind spezialisierte Shopsysteme die bessere Wahl. Diese Anleitung zeigt beide Wege und die rechtlichen Pflichten in Deutschland.

Vorab klären: Sortiment, Versand, Zahlung

  • Sortiment: Wie viele Produkte, mit Varianten wie Größen oder Farben? Physische Ware oder digitale Produkte wie E-Books und Kurse?
  • Versand: Wer packt, mit welchem Dienstleister, zu welchen Kosten, ab welchem Betrag versandkostenfrei?
  • Zahlung: Welche Zahlungsarten wollen Ihre Kunden, und über welchen Anbieter laufen sie?
  • Rechtliches: Wer steht im Impressum, wie sieht Ihre Widerrufsbelehrung aus, welche Daten erfassen Sie?

Shopsystem oder KI-Builder?

  • Shopify oder Shopware: gebaut für viele Produkte, Lagerbestand, Versand und Steuern. Shopify läuft als Abo-Dienst, Shopware gibt es als Open-Source-Software und als Cloud-Angebot. Wenn Ihr Sortiment groß ist, sparen Sie damit viel Arbeit.
  • KI-Builder wie VibeDream: passt für einen kleinen Shop mit wenigen Produkten, eine Verkaufsseite für ein digitales Produkt oder einen Shop mit ungewöhnlichen Abläufen, etwa Bestellung nach Maß. Sie beschreiben den Shop, die KI baut ihn, und Sie behalten den Code.

Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Wer 300 Artikel mit Lagerbestand führen will, ist mit einem Shopsystem besser bedient. Dieser Leitfaden zeigt im Folgenden den Weg mit KI.

Den Shop mit KI aufbauen

Legen Sie bei VibeDream ein neues Projekt an und beschreiben Sie den Shop. Ein konkretes Beispiel für eine kleine Kaffeerösterei:

Erstelle einen Online-Shop für die Kaffeerösterei „Bohnenwerk“ in Münster.
Produkte: vier Kaffeesorten, jeweils 250 g für 9,90 € und 1 kg für 32 €, Mahlgrad wählbar (ganze Bohne, Filter, Espresso).
Seiten: Start, Shop, Produktdetail, Warenkorb, Über uns, Kontakt, Impressum, Datenschutz, AGB und Widerrufsbelehrung.
Versand 4,90 €, ab 40 € versandkostenfrei. Alle Preise inklusive MwSt.
Der Bestellknopf im Warenkorb heißt „zahlungspflichtig bestellen“.
Zahlung über meine eigene Stripe-Verbindung, der Schlüssel steht in den Settings.
Optik: warm, Brauntöne, große Produktfotos als Platzhalter. Alle Texte auf Deutsch, Anrede mit „Sie“.
Der VibeDream-Arbeitsbereich mit Chat links und der Live-Vorschau einer Website rechts
Der Shop entsteht in der Live-Vorschau neben dem Chat.

Testen Sie den Warenkorb mit Zahlen, die Sie im Kopf nachrechnen können: zweimal 250 g ergibt 19,80 € plus 4,90 € Versand, also 24,70 €. Zwei Kilo kosten 64 € und sind versandkostenfrei. Stimmt eine Summe nicht, schreiben Sie genau das in den Chat.

Für ein einzelnes digitales Produkt gibt es die Vorlage Digital Checkout: eine Verkaufsseite mit Produktvorstellung, Bewertungen und FAQ, deren Kaufknöpfe für eine spätere Zahlungsanbindung vorbereitet sind. Die Beispielbewertungen ersetzen Sie vor dem Start durch echte Kundenstimmen oder entfernen sie.

Die Vorlage Digital Checkout mit Produktvorstellung und Kaufknopf
Die Vorlage Digital Checkout für ein digitales Produkt.

Zahlungen mit Stripe anbinden

Zahlungen laufen über Ihr eigenes Stripe-Konto, das Sie mit der App verbinden. Den geheimen Schlüssel tragen Sie im Settings-Tab des Projekts ein, nie im Chat. Er wird nur auf dem Server gelesen. Ein von VibeDream verwaltetes Zahlungsmodul ist noch in Vorbereitung. Welche Werte im Browser sichtbar sind und welche auf dem Server bleiben, erklärt die englische Seite API keys and environment variables.

Testen Sie den Ablauf zuerst im Testmodus von Stripe, bevor echte Kunden bezahlen.

Rechtliche Pflichten für Online-Shops in Deutschland

Die folgenden Punkte sind ein Überblick, keine Rechtsberatung. Lassen Sie Ihre Texte im Zweifel prüfen, etwa durch eine Anwältin, einen Anwalt oder einen Händlerverband.

  • Impressum nach § 5 DDG mit Namen, Anschrift und Kontaktmöglichkeit.
  • Widerrufsbelehrung: Verbraucher haben bei Fernabsatzverträgen in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Bei digitalen Produkten kann es unter bestimmten Voraussetzungen erlöschen (§ 356 Abs. 5 BGB), aber nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Kundschaft.
  • Grundpreis: Bei Ware nach Gewicht, etwa Kaffee, geben Sie zusätzlich den Preis pro Kilogramm an.
  • Button-Lösung (§ 312j BGB): Der Bestellknopf muss eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweisen, etwa mit „zahlungspflichtig bestellen“.
  • Preisangaben inklusive Mehrwertsteuer und klare Angaben zu Versandkosten.
  • Datenschutzerklärung nach DSGVO, die erklärt, welche Daten Sie erfassen und an wen sie gehen, zum Beispiel an Stripe.

Online gehen und Kosten

Mit Put it online ist der Shop nach etwa 1 bis 3 Minuten unter einer Adresse wie bohnenwerk.vibedreams.ai erreichbar. Für Ihre eigene Domain verbinden Sie die www-Adresse über einen TXT- und einen CNAME-Eintrag, Domains ohne www werden noch nicht unterstützt. Veröffentlichen und Aktualisieren kosten jeweils 5 Credits, das Hosting ist inklusive. Die Tarife beginnen bei 49 US-Dollar im Monat für 60 Credits, Details auf der Preisseite.

Wie Sie eine Website grundsätzlich planen und mit Domain veröffentlichen, beschreibt Eigene Website erstellen.

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